Mineralienexkursion Binntal/Blausee am 31. August 2019

Trotz guter Wetteraussichten mussten wir unsere dreitägige Tour ins Bündnerland absagen. Wir wollten ins Lukmaniergebiet, wegen eines Erdrutsches war jedoch der Pass gesperrt. Aber strahlen wollten wir trotzdem. So beschlossen Thomas, Martin, Adi und ich zum Blausee im Binntal zu fahren.
In Rosswald verabredeten wir uns mit Adi aus dem Thurgau. Bei strahlendem Wetter wandertern wir dann auf den Saflischpass.

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Dort querten wir rüber ins Fundgebiet am Oberblatthorn, das für schwarzen Rauchquarz bekannt ist. Die Gegend kennt man auch, wegen der exzellenten Zepteramethyste, die man dort finden kann. Aber diese Zone lag noch unerreichbar unter einem grossen Schneefeld.
In der Randzone fand ich trotzdem bald schon einen kleinen Amethystzepter und der Entusiasmus weiterzugraben stieg! Um die zwei Std. suchten wir nach diesen violetten Schätzen.

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Aber der einzelne Spitz war an diesem Tag alles, was zum Vorschein kam.

Thomas zog es an den Südabhang des Oberblatthorns und schon bald fand er dort im steilen Gelände eine Morion Kluft! Ein guter Kollege behält dies nicht für sich und rief uns zu seiner Kluft.

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Sie war überreif und einzelne Spitzen und Stufen liessen sich von Hand lösen. Leider wurde gegen 17.00 Uhr das Wetter schlechter. Graue Wolken zogen auf und es begann zu regnen und hageln! Adi und ich versuchten trotzdem den Kluftdeckel zu lösen, was auch gelang. Dieser war auf der hinteren Seite überzogen mit Schönen dunklen Spitzen und einem grossen Zepterquarz!
Der muss mitkommen, trotz seiner 40 kg Gewicht! Wir schnallten den Brocken hinten auf einen Rucksack (drin hatte er keinen Platz!) und begannen im Hagelsturm den Abstieg unter die Füsse zu nehmen. Wir wechselten uns beim Tragen ab, pro person immer so 15 Min. Es war sehr anstrengend und man kam kaum zu Schnauf! Auf halbem Weg hörte der Hagel auf und der Weg wurde einfacher. Völlig erschöpft kamen wir ca 19.00 beim Auto an, wechselten die schmutzigen, nassen Kleider und genossen noch ein Bier in Rosswald. Schlussendlich waren wir um 22.00 in Bern. Ich durfte die Stufe zu mir nehmen, wo sie jetzt immer noch gereinigt werden muss!
Alles in allem ein super Tag und auch die Funde lassen sich sehen!

Edi unternahm an diesem Tag mit Mitgliedern der Berner Mineralienfreunde ebenfalls eine Exkursion. Diese führte zum Nägelisgrätli in der Grimsel, denn Einigen war der mehrstündige Anmarsch in die Blauseeregion zu lang. Das war eine willkommene Alternative!