Mineralienexkursion Piz Regina-Alp Serenastga 29. 06 – 1. 07. 2018

Just am Freitag, dem 29. Juni, meinem 50-igsten Geburtstag betraten Frank, Thomas und ich um 6.30 Uhr den Zug in Bern und reiten über Zürich, Chur, Ilanz Richtung Lumnezia nach Cumbel. Um 10.00 Uhr trafen wir dort auf die anderen Mitglieder Thilo, Christoph, Heinz und Martin aus Vorarlberg. Kurz zuvor teilte mir Michu Flepp, unser Gastgeber von der Alp Serenastga mit, dass auch Augustin, ein Reporter der romanischen Südostschweiz-Zeitung mit uns nach oben kommt. Es soll einen Seitigen Bericht über die Alp und das Strahlern geben! 

Bei bestem Wetter tuckerten wir nach Surin, wo der steile Aufstieg auf die Alp beginnt. Mit schweren Rucksäcken nahmen wir den steilen, ausgesetzten Weg nach oben in Angriff. Die Sonne tat Ihr bestes und der Schweiss floss in Bächen. Wir gingen die Herausforderung aber gemütlich an und stoppten ab und zu um Flüssigkeit zu tanken. Dies war gar nicht so einfach, da der Weg überall schmal und ausgesetzt ist. Kurz nach 13.00 Uhr erreichten wir dann die Alp Serenastga, wo uns Michael schon sehnlichst erwartete. Er als Älpler hätte denn Weg wohl in der Hälfte der Zeit geschafft. Zur Begrüssung gab es dann gleich einen Apéro. 

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Die Alp präsentierte sich landschaftlich unheimlich schön, im Hintergrund ein attraktiver Wasserfall und eine märchenhafte Wiese, wo unser Schlafgemach, eine Jurte, stand.

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Kleiner Exkurs:

14 Tage vorher halfen Stevie und ich Michael die Jurte aufzustellen, was zwei Tage harte Arbeit bedeute. Einen tag Schaufeln und Ausnivellieren des Geländes, danach bauten wir ein 5 x 5 m. grosses Holzpodest. Darauf stellten wir die Jurte auf, was als nicht Mongolen gar nicht so einfach war – dafür durften wir mit dem Heli raufliegen!

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Wir bezogen gleich nach dem Apéro unser Quartier in der Jurte und wollten danach unbedingt noch ein bisschen Strahlern! In einem steilen Tobel 20 Min. von der Alp entfernt konnten wir problemlos über eine alte Lawine hochsteigen und am linken Felshang fanden wir viele senkrechte Klüfte. Michael klärte uns über die Kluftverläufe auf und jeder fand dann auch Hohlräume mit schönen Kristallgruppen im Dauphine Habitus. Um 20.00 Uhr hat uns Michael ein gutes Znacht gekocht. Es gab leckeres Risotto mit Bohnen, dazu der Luxus von Wein und Bier und Martin spendete einen feinen Obstler aus Voralberg. Der heitere Abend dauerte fast bis 23.00 Uhr. Angetrunken torkelten wir dann zu unserer Jurte und fanden einen tiefen Schlaf. 

Samstag 7.30 Uhr schafften es alle zum Zmorgeässe vor der Alphütte. Heute führte uns Michu zu seiner alten, bekannten Riesenkluft über wegloses steiles Gelände. 

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Heinz und Frank wurde dies ein bisschen zu extrem, sie strahlten dann weiter unten, rechts von uns, mit genügend Abstand von unserem Steinschlag. Michu klärte uns über den jahrelangen Abbau in der Riesenkluft auf, den er vor Jahren mit Alfons Derungs zusammen bewerkstelligte. 

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Wunderbare Schätze kamen hier zum Vorschein. Zwei Riesegruppen, über eine Tonne schwer, stammen aus dieser Kluft. Sie mussten mit einem Spezialhubschrauber nach unten geflogen wurden. 

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Rings um die Kluft strahlten dann alle an den vielen Bändern herum und auch im Aushub kamen noch viele Schätze zum Vorschein. 

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Alle kamen mit gefüllten Rucksäcke nach unten und um 20.00 Uhr gab es Znacht vor der Alphütte. 

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Rundum zufrieden gings zur Nachtruhe und Sonntag Morgen nahmen wir den Abstieg unter die Füsse. Bei extremer Hitze erreichten wir um 13.00 Uhr müde die Autos und einige streckten die überhitzten Köpfe in denn Fluss. Nachmittags wurde uns in Silgin noch ein Apéro offeriert und ein Coupe durfte auch nicht fehlen. 

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Danach besichtigten wir die eine Riesengruppe von Micheal und alle kamen aus dem staunen nicht heraus! 

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Zum Schluss schauten wir uns noch bei Michael um, verabschiedeten uns und nahmen den langen Weg nach Bern auf. 

Es war eine super Tour mit unheimlich schönen Eindrücken, toller Kameradschaft und einem hervorragender Organisator und Leiter – vielen Dank an Michael Flepp!  Auch an Simon Flepp, der Samstag Morgen nach oben kam, ein grosses Dankeschön!  

Der Tourenleiter Reto Balmer